Creatin

Creatin – Energiepuffer für Muskeln und Gehirn

Für Muskeln und Gehirn gilt Creatin als wichtiger Energiepuffer. Gerade für Athleten ist es beim Aufbau von Muskeln unverzichtbar. Im Körper des Menschen befinden sich bereits Creatine, denn es handelt sich dabei um eine vorwiegend in den Muskelzellen lokalisierte körpereigene Säure. Leber, Niere und Bauchspeicheldrüse produzieren Creatin aus den Grundbausteinen Arginin, Glycin und Methionin.

Creatin gilt in der Fitnessbranche als eines der am besten erforschten Supplemente und kann leistungssteigernde Wirkungen mit sich bringen. Eingenommen werden kann es deshalb entweder als Supplement während des Kraftsports oder aber auch als Kur über einen Zeitraum von einigen Wochen oder Monaten.

 

Creatin – Was ist das?

Bei Creatin handelt es sich um einen weißen, geschmacklosen Stoff, der in Wasser schlecht löslich ist. Für viele Abläufe im Körper ist Creatin sehr wichtig. Neben der körpereigenen Produktion wird es auch über die Nahrung aufgenommen. Täglich produziert der Körper ein bis zwei Milligramm Creatin, welches zunächst in reine Energie umgewandelt wird. Übrig gebliebenes Creatin wird unverbraucht ausgeschieden.

Zu 95 Prozent kommt Creatin in der Skelettmuskulatur vor, was auf die bedeutende Rolle für die Kontraktion der Muskeln schließen lässt. Im Allgemeinen wird von Creatin als Aminosäure gesprochen. Streng genommen handelt es sich aber um ein Tripeptid, das aus den Aminosäuren Glycin, L-Arginin und L-Methionen besteht. Creatin sorgt für die vereinfachte Produktion von ATP (Adenosintriphosphat), welche Energie liefert.

Creatin ist deshalb vor allem für Leistungssportler ein durchaus sinnvolles Nahrungsergänzungsmittel. Doch der Körper benötigt ATP nicht nur für sportliche Aktivitäten, weshalb Creatin auch Nichtsportlern einen Nutzen bringen kann.

Neben Nahrungsergänzungsmitteln ist Creatin auch in rotem Fleisch wie Rind oder Hirsch sowie Wildfleisch und in einigen Fischarten enthalten.

 

Creatin und seine Wirkung

Im menschlichen Organismus fungiert Creatin als Energiespeicher. Es ist überall dort beteiligt, wo Energie benötigt wird. Creatin findet sich deshalb nicht nur in Muskelzellen, sondern auch im Gehirn, in den Nerven, in den Sinneszellen und in den Spermien. Entscheidend für die Arbeit von Creatin als Energiespeicher ist der Ablauf der Energiebereitstellung im Muskel.

Von Bedeutung ist hierbei der Stoff ATP. Der Körper bezieht aus dem Adenosintriphosphat seine Energie. Energie wird dabei durch die Abspaltung eines Phosphatteilchens freigegeben, der Muskel kontrahiert dadurch. Aus ATP entsteht so ADP (Adenosindiphosphat), welches gleichermaßen wieder aufgeladen werden muss, damit der Körper mit neuer Energie versorgt wird. In der Zelle wird dann aus Glukose ein neues Phosphatteilchen erzeugt, welches mit Hilfe von Creatin zum ADP transportiert wird. Daraus entsteht dann neues ATP und somit auch neue Energie für den Körper. Damit wird Creatin auch die Rolle eines Shuttle-Service zuteil.

Befindet sich der Körper im Ruhezustand, dann liegt Creatin als Creatinphosphat in der Zelle bereit, so dass bei schneller Benötigung von Energie nicht erst neue Phosphatteilchen gebildet werden müssen. Wird nun Creatin in Form eines Nahrungsergänzungspräparats eingenommen, erhöht sich der Anteil an Creatinphosphat in der Zelle. Diese hat nun mehr Energie, die ihr zu Verfügung steht und muss nicht erst durch Aufspaltung von Glukose neue Phosphatteilchen erzeugen. Die Folge: Mehr Power für den Körper.

Kommt es zur Einnahme von Creatin als Nahrungsergänzung, steigt in der Zelle der Creatingehalt auf ein Maximum an. Die Energie ist schneller verfügbar und die Muskelzellen können über einen längeren Zeitraum maximale Leistung erbringen, wodurch die Muskelschnellkraft verbessert wird. Zusätzlich nimmt Creatin Einfluss auf die Regeneration von Muskelzellen, die während eines Trainings in ihrer Struktur beschädigt werden. Nach der Regeneration vergrößert sich die Zelle, was den Körper natürlich Energie kostet. Creatin hat dabei Einfluss auf die Fusionsrate der Myoblasten und sorgt gleichzeitig für eine Vergrößerung des Durchmessers der Myotuben. Weiterhin stimuliert es die Proteinsynthese und steigert die Produktion insulinähnlicher Wachstumshormone und Transkriptionsfaktoren. Diese wiederum spielen beim Aufbau der Muskelzellen eine wichtige Rolle.

Es zeigt sich, dass Creatin den Muskelaufbau direkt sowie indirekt beeinflusst. In direkter Weise wird die Regeneration positiv beeinflusst. Indirekt unterstützt es das Muskelwachstum, da die Energiespeicher vergrößert sind. Dem Körper wird es möglich, höhere Leistungen zu erbringen und stärkere Reize auszuhalten. Es wird ein härteres Training möglich, die Bildung von mehr Muskelmasse wird angeregt.

 

Ist bei der Anwendung Nebenwirkungen zu erwarten?

Wenn Sie sich mit „Gegnern“ von Creatin unterhalten, werden Ihnen vermutlich viele Nebenwirkungen regelrecht um die Ohren gehauen, die gegen eine Einnahme von Creatin sprechen. So wird oft von Gewichtszunahme, Krämpfen oder auch Nieren- und Leberproblemen erzählt. Doch was ist wirklich dran an den Aussagen?

Nun, wir von NUTRITION SHOP können sagen, dass sich die Gewichtszunahme, welche vor allem in der so genannten Ladephase bei ein bis zwei Kilogramm liegen kann, wohl nicht abstreiten lässt. Zu erklären lässt sich die Gewichtszunahme durch die osmotische Wirkung von Creatin. Wird Creatin wieder abgesetzt, geht dieses Gewicht an Wasser auch wieder verloren. Von Bedeutung ist hier eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr.

Nicht bestätigt werden konnten diversen Studien zufolge Muskelkrämpfe aufgrund von Creatin. Vielmehr liegt hier wohl ein Magnesiummangel in der Zelle vor, denn Creatin-Phosphat bindet Magnesium und kann zumindest den Mangel begünstigen. Deshalb sollte zusätzlich zu etwa 100 bis 300 Milligramm Magnesium täglich zur Vorbeugung von Krämpfen gegriffen werden.

Klassische Erscheinungen wie Blähungen oder auch Durchfall lassen sich auf hohe Mengen Creatin zurückführen. Gerade in der Anfangszeit sollten keine hohen Mengen Creatin während der Ladephase eingenommen werden. Kommt es zu diesen Nebenwirkungen, ist die Einnahme geringerer Mengen über einen längeren Zeitraum sinnvoller.

Auch die beschriebenen Nieren- und Leberprobleme konnten durch Studien inzwischen widerlegt werden. So zeigt eine Creatin-Kur über einen längeren Zeitraum keine Auswirkungen auf die Funktion von Nieren und Leber.

Kritiker äußern sich auch in Bezug auf das Fehlen von Langzeitstudien. Mittlerweile gibt es aber durchaus auch lang angelegte Studien zu Creatin, die auch veröffentlicht wurden. Zum Teil liegen die Zeiträume, in denen Sportler untersucht wurden, bei bis zu fünf Jahren. Negative Auswirkungen konnten dabei bislang nicht festgestellt werden.

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